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Wissenswertes
                              zu Ultra-High-Solid Beschichtungen


Spätestens seit Inkrafttreten der VOC-Richtlinie mussten sich lackverarbeitende Unternehmen mit der
Reduzierung von Lösemittelemissionen befassen:

   

 

Eine Möglichkeit zur VOC-Einsparung ist die Verwendung von Wasserlacken, allerdings ist diese Lösung in der Regel mit hohen Investitionskosten für Anlagentechnik und erhöhten laufenden Kosten für Trocknung und Entfettung verbunden. Für Lackverarbeiter, die nicht auf wässrige Systeme umstellen können oder dies aus Kostengründen ablehnen, bieten sich moderne Ultra-High-Solid Beschichtungen als ideale Alternative an.

 

Der entscheidende Unterschied von Ultra-High-Solids zu konventionellen Lacken ist ein besonders hoher Festkörperanteil und der dadurch bedingte geringe Restlösemittelanteil. Typische Ultra-High-Solids aus unserem Lieferprogramm sind generell mit <250g/L VOC (verabeitungsfähige Mischung) rezeptiert. Diese modernen Beschichtungsstoffe können i.d.R. mit der vorhandenen Anlagentechnik VOC-gerecht appliziert werden und bieten zusätzliche entscheidende Produktvorteile:

 

Hohe Wirtschaftlichkeit:

Ultra-High-Solids können als selbstgrundierende Einschichtsysteme verarbeitet werden. Dadurch ist 50% Arbeitszeiteinsparung möglich durch Beschichten von Grundierung und Decklack in nur einer Schicht.

 

Verarbeitungsfreundlich:

Dickschichtapplikationen von 100-400micron und mehr in nur einem Arbeitsgang möglich. Der geringe VOC-Anteil bei Ultra-High-Solids minimiert zudem die Gefahr von Beschichtungsmängeln wie Lösemittel-Retention u.ä.

 

Oberflächentolerant:

Ultra-High-Solids bieten in den meisten Fällen auch dort hervorragende Haftung, wo Wasserlacksysteme an ihre Grenzen stoßen.

 

Umweltfreundlich:

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lacksystemen mit einem Festkörpervolumen von 30-40% weisen Ultra-High-Solids ein Festkörpervolumen von bis zu 90% und mehr auf. Neben der dadurch bedingten Lösemitteleinsparung bieten diese Systeme zusätzliches Einsparpotential aufgrund einer erhöhten Ergiebigkeit.

 

Praktische Umsetzung

Bei Umstieg von einem Standard- auf ein Ultra-High-Solid-System kann der Lösemittelverbrauch um 80-90% reduziert werden. Wird ein selbstgrundierendes Ultra-High-Solid System ausgewählt, sind durch Einschichtapplikation zusätzlich 50% Arbeitszeiteinsparung durch Wegfall eines Arbeitsganges darstellbar. Im Vergleich zu wasserverdünnbaren oder konventionellen Lacksystemen nehmen Ultra-High-Solids damit eine Sonderstellung unter allen Beschichtungsstoffen ein.

 

Moderne Ultra-High-Solids aus unserem Lieferprogramm sind sowohl als EP oder PUR basierende Systeme als auch in Hybrid- oder Siliconharzvarianten verfügbar und können dadurch nahezu für alle Bereiche der industriellen Serienfertigung verwendet werden.