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Lack-Lexikon

Begriff Definition
RAL

Geschützter Kurzname des (Reichs-)Ausschusses für Lieferbedingungen und Gütesicherung beim Deutschen Normenausschuss (DNA). Neben zahlreichen Begriffs- und Qualitätsbestimmungen für Anstrichstoffe ist für den Lackhersteller und -verbraucher die Rationalisierung durch Normung einer beschränkten Auswahl stets gleichbleibender Farben, niedergelegt im Farbregister RAL 840 HR, von besonderer Bedeutung.

RAUHEIT / GRIFFIGKEIT

In einem trockenen Anstrichfilm eine feine Struktur, die entweder durch den Anteil an relativ groben oder abrasiven Pigmenten oder durch die Wirkung der Schleifkörper beim Schleifen erzielt wird; diese Struktur wirkt der Glanzstellenbildung durch Abscheuern entgegen und stellt auch eine gute Grundlage für die Haftung einer nachfolgenden Anstrichschicht dar.

Reaktion

Vorgang einer stofflichen Umwandlung, bei der mindestens zwei Stoffe beteiligt sind. Einfaches Beispiel: Lauge und Säure in definierten spezifischen Mengen ergibt Salz. Auch die Trocknung eines Alkydharzlackes enthält chemische Reaktionen. Durch Verbindung des Luftsauerstoffes mit ungesättigten Fettsäuren werden Veränderungen im Chemismus des nassen Anstrichfilms vorgenommen, die neben physikalischem Abdunsten des Lösemittels zur Trocknung von Anstrichen führen.

Reaktionslacke

Zwei- oder Mehrkomponentenlacke, die für bestimmte Anwendungsgebiete geeignet sind: • Polyurethanlacke (PUR) • Epoxidharzlacke • Säurehärtende Lacke • Polysiloxanbeschichtungen

Bei richtiger Verarbeitung werden mit den Reaktionslacken Schichten mit sehr guten Eigenschaften erzielt: Härte, Elastizität, Haftfähigkeit, Beständigkeit gegen Wasser und Chemikalien, Durchhärtung auch in dicken Schichten. Komponenten = zusammengehörende Bestandteile, die getrennt geliefert und erst unmittelbar vor der Verarbeitung gemischt werden müssen. Zwischen "Stammlack" und "Härter" findet ein chemischer Vorgang (Reaktion) statt, der zur Erhärtung der Schichten führt. Diese Reaktion beginnt sofort nach dem Zumischen des Härters. Die Zeitspanne, in der ein Reaktionsmaterial nach dem Zumischen des Härters verarbeitungsfähig bleibt, wird als "Topfzeit" oder "pot-life" bezeichnet. Die vom Hersteller angegebenen Topfzeiten und Härtungszeiten der Schichten beziehen sich auf eine Temperatur von 20°C. Bei höherer Temperatur (ab 25°C-80°C) wird die Härtung zunehmend beschleunigt, bei niedrigen Temperaturen stark verlangsamt. Chemische Reaktionen zwischen Stoffen erfolgen nur in festliegenden Mischungsverhältnissen. Deshalb muss bei Reaktionslacken (Beschichtungen, Klebern) stets das vom Hersteller vorgeschriebene Mischungsverhältnis eingehalten werden. Nur dann werden die günstigsten (optimalen) Eigenschaften erzielt. Durch zu wenig Härter bleiben die Schichten weich, eventuell sogar klebrig. Durch ein Mehr an Härter wird zwar die Härtung beschleunigt, die Schichten werden aber spröde und zeigen verminderte Beständigkeit gegen Wasser und Chemikalien, ggf. auch gegen Licht und Wettereinwirkungen, ferner Abfall oder Wegschlagen des Glanzes.

REFLEXION

Das Verhältnis des Lichts, das auf eine Fläche strahlt, zu dem Anteil des Lichts, der zurückgestrahlt (reflektiert) wird.

Resorption

Resorption ist die Fähigkeit von Organismen, einen Stoff aufzunehmen, also zu absorbieren. Wegen der guten Fettlöslichkeit können organische Chlorverbindungen sowohl in Pflanzen und Tieren als auch im Menschen gut resorbiert werden.

Reversibel

Umkehrbar (wiederlöslich). Alle physikalisch trocknenden Lacke können von dem Lösemittel, in dem sie gelöst waren, nach dem Trocknen wiederaufgelöst werden. (Der Vorgang der Filmbildung ist dabei reversibel.) Sind Lacke mit reversibel löslichen Bindemitteln sehr hoch pigmentiert, wird die Reversibilität verringert.

RISSBILDUNG

Das Aufreißen eines trockenen Farb- oder Lackfilms, im Allgemeinen durch Alterung oder Bewegungen im Untergrund. Zu den verschiedenen Formen gehören Haarriss-, Netzader-, Spannungsriss-, Krokodilhautbildung etc...

ROST

Das rötliche, spröde Oxid, das sich auf Eisen oder seinen Legierungen bildet, weil das Material der Luft, Feuchtigkeit oder Chemikalien ausgesetzt wurde.

Salzausblühungen

Abscheidungen von Salzen auf Mauer- und verputzten Wandflächen entstehen durch Verdunsten salzhaltigen Wassers. Ursache: Feuchtigkeit gerät infolge Schlagregeneinwirkung oder wegen unzureichend isolierter Grundmauern in das Mauerwerk und löst Salze aus Putz und Steinen.

Säure

Säuren sind Verbindungen, deren wässrige Lösungen sauer reagieren. Sie bilden mit Laugen Salze. Es gibt starke Säuren, z. B. Schwefelsäure, und schwache Säuren, z. B. Essigsäure. Konzentrierte Säuren können stark ätzend wirken.

Saurer Regen

Regenwasser sollte bei Berücksichtigung des atmosphärischen Kohlendioxid-Gehaltes einen pH-Wert von etwa 5-6,5 haben. In der Regel liegt der pH-Wert des Regenwassers im Mittel zwischen 4 und 4,6. Das ist die zehn- bis zwanzigfache Säuremenge gegenüber den natürlichen Säureverhältnissen. Diese Übersäuerung ist auf den Gehalt von Schwefel- und Salpetersäure zurückzuführen. Diese Säuren bilden sich in der Atmosphäre als Folge der Schwefeldioxid- und Stickoxid- Belastungen. Der saure Regen wird für viele Korrosionsschäden verantwortlich gemacht.

SCHABLONIEREN

Ein Verfahren zum Auftragen eines Musters, indem Farbe mit einem Pinsel oder Schwamm etc. durch eine auf die Fläche aufgelegte, ausgeschnittene Schablone aufgetragen wird.

SCHATTIERUNG

Eine Schattierung wird erzeugt, wenn eine Farbe mit Schwarz versetzt wird. Es ist eine dunklere Variante der Farbe.

SCHELLACK

Alkohollösliches, klares bis orangefarbenes Harz, das aus Stocklack gewonnen wird. (Stocklack ist eine Substanz, die von Insekten (Lackschildlaus) auf Zweigen ausgeschieden wird - vor allem in Indien). Wurde früher zur Versiegelung und Klarlackierung von Fußböden, zur Versiegelung von Astknoten und in Grundierungen auf "Alkoholbasis" verwendet. Als Verdünner dient denaturierter Alkohol.

SCHEUERBESTÄNDIGKEIT

Die Eigenschaft eines Anstrichs, häufiges Reinigen mit Wasser und Bürste, Schwamm oder Tuch und einer Scheuerseife zu überstehen, ohne dadurch abzunutzen oder sich zu verfärben.

SCHIFFSFARBEN

Farben und Lacke, die so formuliert sind, daß sie das Eindringen von Salzwasser verhindern und durch das Seeklima nicht geschädigt werden.

SCHIMMEL

Ein schwarzer, grauer oder brauner Pilz, der die Oberflächen von Anstrichen oder Dichtungsmassen befallen kann. Wächst meistens auf Flächen, die zu Feuchtigkeit neigen und wenig oder kein Sonnenlicht erhalten.

SCHIMMELFESTIGKEIT

Die Eigenschaft einer Farbe oder Dichtungsmasse, dem Befall durch Schimmelpilze an der Oberfläche zu widerstehen.

SCHLEIFBAR TROCKEN

Trocknungszustand eines schleifbaren Anstrichs, bei dem er geschliffen werden kann, ohne übermäßig am Schleifpapier zu kleben oder dieses zuzusetzen.

Schleifpapiere

Glas, Sand, Schmirgel, Flint, Karborundpapiere. Diese sind in das Schleifmaterial in Form kleinster Splitter oder gemahlener Kristalle eingetragen. Bezeichnet werden Schleifpapiere nach ihrer Körnung von grob bis fein durch Zahlen.

Schleifstaub

Beim Trockenschleifen entsteht Schleifstaub, der bei der Ausführung von Lackierarbeiten in Betracht zu ziehen ist. Werden oxidativ trocknende Lacke maschinell geschliffen, so ist der Schleifstaub aus den Maschinensäcken auf jeden Fall bei Arbeitsschluss zu entfernen, da sonst Überhitzungs- und Brandgefahr besteht. Beim Schleifen alter Anstriche, z. B. Lasuranstriche, dürfen Stäube nicht eingeatmet werden. Gleiches gilt für trockenes Schleifen alter, bleifarbenhaltiger und zinkchromathaltiger Lacke (Atemschutz).

SCHNELLSCHLIFFGRUND ("SANDING SEALER")

Besonders harte erste Lackierschicht, die zur Versiegelung und Füllung dient, die Maserung des Holzes aber nicht verdeckt. Die Oberfläche wird geschliffen, bevor die nächsten Schichten aufgetragen werden.

SCHWAMMTUPFEN

Anstrichtechnik für den Innenbereich, bei der ein Naturschwamm benutzt wird, um eine "Lasurschicht" durch Tupfen entweder aufzutragen oder teilweise zu entfernen.

SEIDENGLANZ-FINISH

Eine Farbe mit einem Glanzgrad zwischen Hochglanz und Seidenmatt.

SEKUNDÄRFARBEN

Farbtöne, die entstehen, wenn zwei Primärfarben gemischt werden. Es handelt sich um Orange, Grün und Lila.

SELBSTREINIGEND

Bestimmte Farben für Außenanstriche sind so konzipiert, daß sie relativ schnell kreiden bzw. abwittern, sodaß sie ein weißes, sauberes Aussehen behalten.

SETZEN / ABSETZEN

Das Absinken von Pigmenten oder anderen Feststoffen in einer Farbe, wenn diese längere Zeit in einem Behälter steht, sodaß sie sich am Boden des Behälters ansammeln.

SICHERHEITSDATENBLATT (SIDABLA)

Ein Informationsblatt, das vom Hersteller bezüglich der Sicherheit, Handhabung und Vorsichtsmaßregeln im Zusammenhang mit Materialien herausgegeben wird, die am Arbeitsplatz verwendet werden.

SILAN

Eine silikonartige Substanz, die Dichtungsmassen und Kitten zugesetzt wird, damit sie unter feuchten Bedingungen besser auf Glas und Aluminium haften.

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